Namibia

Kolmannskuppe – heute eine Geisterstadt in der Namibwüste, ungefähr zehn Kilometer östlich der Hafenstadt Lüderitz.
Von 1908-1913 wurden hier durch die deutschen Kolonisten Diamanten gefördert, was dem Ort zur Gründung und zu großem Reichtum verhalf.
Im ersten Diamantenrausch entstand in der Wüste ein kleines Dorf mit Bäckerei, Metzgerei und Lebensmittelgeschäft, einer Limonaden- und Eisfabrik, vier Kegelbahnen, einem Theater, einem Salzwasserschwimmbad, einem Krankenhaus mit dem ersten Röntgengerät des Landes und einer Schmalspurbahn durch den Ort. Viele prächtig ausgestattete Häuser der Bergwerksangestellten lassen heute noch den Reichtum erahnen. 

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges musste das Deutsche Reich seine Kolonie Südwestafrika (heute Namibia) abgeben und Kolmannskuppe fiel in die Hände von Südafrika. Die Diamanten wurden noch lange weiter gefördert. Als es sich nicht mehr lohnte, zogen die Schürfer weiter und der Ort wurde nach und nach von den Menschen verlassen. 

Wie menschenverachtend mit den Einheimischen in der Blütezeit des Ortes umgegangen wurde, wird heute in einem kleinen Museum in Kolmannskuppe deutlich gemacht. 


https://de.wikipedia.org/wiki/Kolmannskuppe